Die Bedeutung einer guten Zahnhygiene
Mundhygiene hat nicht nur mit der Zahngesundheit zu tun, sondern zielt auf das allgemeine Wohlbefinden des gesamten Körpers ab
Wenn von Mundhygiene die Rede ist, denken die meisten Menschen an das einfache Zähneputzen mit der Zahnbürste, um einen frischen Atem und ein schönes Lächeln zu bewahren, und begehen damit einen weit verbreiteten Irrtum. Tatsächlich geht es dabei nicht nur um die Zahngesundheit; vielmehr zielt sie auf das allgemeine Wohlbefinden des gesamten Körpers ab. Zahlreiche Studien haben nämlich einen Zusammenhang zwischen Problemen im Mundraum und verschiedenen Erkrankungen des Herzens und des Gehirns aufgezeigt, wie zum Beispiel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kognitiven Verfall bei Personen, die einem Demenzrisiko ausgesetzt sind.
Die Funktion der Zähne lässt sich nicht allein auf das Kauen beschränken; aufgrund ihrer Lage und ihrer Beziehung zu anderen peripheren Elementen wie Nase und Lippen spielen die Zähne auch bei der Sprachbildung und im zwischenmenschlichen Leben eine entscheidende Rolle.
Die mit einer vernachlässigten Mundhygiene verbundenen Beschwerden betreffen nicht nur vorwiegend physische und ästhetische Aspekte: Sie können für den Einzelnen eine Einschränkung bei der Gestaltung sozialer Interaktionen darstellen. Die Vorbeugung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen basiert auf der Übernahme und täglichen Umsetzung präziser Verhaltensregeln in Bezug auf Mundhygiene und Ernährungsgewohnheiten. Darüber hinaus ermöglichen regelmässige Kontrolluntersuchungen bei einem Spezialisten die Überwachung des Verlaufs möglicher pathologischer Entwicklungen. Was die Ernährungsgewohnheiten betrifft, so ist allgemein bekannt, dass eine hohe Zuckeraufnahme zur Bildung von Karies durch sogenannte kariogene Bakterien führt, die für den Abbau von Phosphor in den Zahnhöhlen verantwortlich sind. Regelmässige Kontrollbesuche sind auch in diesem Fall von grundlegender Bedeutung, da sie ein umfassendes Bild vermitteln und, wie bereits erwähnt, das Entstehen schlechter Gewohnheiten verhindern. Was den Patienten betrifft, so ist weitgehend erwiesen, dass eine korrekte Mundhygiene zu Hause zur Vorbeugung und Heilung von Parodontalerkrankungen beiträgt. In diesem Zusammenhang wird für eine korrekte Zahnhygiene Folgendes empfohlen:
Putzen Sie Ihre Zähne nach jeder Mahlzeit mindestens 2–3 Minuten lang;
- verwenden Sie eine Zahnbürste mit einem mittelkleinen Bürstenkopf, um alle Bereiche des Mundes zu erreichen; es wird dringend empfohlen, ein Produkt mit Borsten mittlerer Härte zu kaufen, da diese die Zahnempfindlichkeit nicht beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang sollte die Zahnbürste mindestens alle zwei Monate ausgetauscht werden, wenn die Borsten brüchiger und weniger dicht werden;
- Alle Zähne gründlich putzen und dabei horizontale Bewegungen vermeiden, da diese für die Entfernung von Plaque nicht hilfreich sind und das Zahnfleisch irreversibel schädigen.
- Ergänzen Sie die Zahnreinigung durch die regelmäßige Verwendung von Zahnseide, die ein unersetzliches Mittel darstellt, um bakteriellen Zahnbelag aus Bereichen zu entfernen, die mit der Zahnbürste nicht erreicht werden können;
- Verwenden Sie nach Möglichkeit eine fluoridhaltige Zahnpasta. Fluorid ist eine wertvolle Hilfe bei der Kariesprophylaxe, da es den Zahnschmelz widerstandsfähiger macht und das Risiko einer Demineralisierung durch die Bakterienflora verringert.

